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Seminare &
Trainings

Wer sich in ruhigen Zeiten vorbereitet, hat in der Krise die richtigen Werkzeuge zur Hand.

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Mann erklärt etwas in einem Team Meeting | 100achtzig°

Führungskräfteseminar: Handwerkszeug für Führung und Kommunikation

Führung in herausfordernden Situationen erfordert Klarheit, Kommunikation und psychologisches Handwerkszeug.

Unsere Trainings stärken Führungskräfte, wenn es darauf ankommt: in Krisen, bei psychischer Belastung im Team oder im Umgang mit schwierigen Themen wie Tod, Trauer oder Fehlerkultur.

Trainingsmodule im Überblick:

  • Krisenmanagement für Führungskräfte: Planspiele, Kommunikation, Rollenklärung, Medienumgang, Integration interner betrieblicher Krisenteams/Unterstützer
  • Führen in der Krise – Kommunikation & Verhalten: Gesprächsführung, Stressreaktionen im Team, Verhalten steuern in Hochstressphasen
  • Psychisch auffällige Mitarbeitende – was tun?: Gesprächsführung, Früherkennung, Abgrenzung
  • „Der leere Stuhl“ – Tod & Trauer im Betrieb: Kommunikation, Trauerkultur, Vorbereitung auf konkrete Ereignisse
  • Motivierende Gesprächsführung nach R. Miller:
    Potenziale zu fördern ist eine zentrale Führungsaufgabe. Die Motivierende Gesprächsführung nach R. Miller bietet Führungskräften einen praxisnahen Ansatz, um Veränderungsbereitschaft zu entwickeln und Selbstwirksamkeit bei Mitarbeitenden zu stärken. Auf Grundlage evidenzbasierter Kommunikationsprinzipien lernen Führungskräfte, Motivation zu erkennen, konstruktiv auf Widerstände zu reagieren und Veränderungsprozesse wertschätzend zu begleiten.
  • Sicherheits- & Fehlerkultur: Crew Resource Management, Human Factor. Kennenlernen von Trainingskonzepten nach dem Vorbild der Luftfahrt zur Förderung von Sicherheit, Kooperation und klarer Kommunikation.

Methoden: Verhaltenssimulationen, Fallreflexion, Co-Teaching mit zwei Dozierenden

Psychologische Erste Hilfe (PEH)/
Bei Unfallkassen und der DGUV heisst das Seminar betriebliche psychologische Erstbetreuung (bpE)

Unsere PEH-Qualifizierungen befähigen Mitarbeitende, nach belastenden Ereignissen sicher und empathisch zu unterstützen – ein zentraler Beitrag zur psychischen Gesundheit und zur Stabilität im Team.

Die Schulung erfolgt praxisnah nach DGUV 206-023.

Module:

  • Grundlagenseminar (3 Tage, 24 UE): PEH-Gespräche, Psychotraumatologie, SAFER- R-Modell, Verhaltenssimulationen & Fallreflexion
  • Refresher (1,5 Tage, 12 UE): Vertiefung, Supervision, Psychohygiene, Fallreflexion

Ziel: Hilfe zur Kollegen-Hilfe auf Augenhöhe ermöglichen.

Einsatznachsorge - CISM-basierte Qualifizierung für Einsatz- und Krisenteams

Professionelle Ausbildung nach den Prinzipien des Critical Incident Stress Management (CISM)

Belastende Ereignisse gehören für Einsatz-, Krisen- und Verantwortungsteams in Betrieben, Schulen und Organisationen zum Alltag. Entscheidend ist, wie Menschen darauf vorbereitet sind, andere in akuten Belastungssituationen professionell zu unterstützen – und sich dabei selbst zu schützen.

Unsere CISM-basierte Qualifizierung vermittelt fundierte Kompetenzen der Psychologischen Ersten Hilfe, der individuellen Krisenintervention und der strukturierten Gruppenunterstützung. Sie orientiert sich an den international etablierten Grundprinzipien des Critical Incident Stress Management (CISM), wird jedoch eigenständig, datenschutzkonform und unabhängig von externen Zertifizierungsstellen durchgeführt.

Die fachliche Verantwortung für Konzeption, Durchführung und Qualitätssicherung der Qualifizierung liegt bei 100achtzig°. Die Bewertung der vermittelten Inhalte und Kompetenzen erfolgt auf Grundlage klar definierter Qualifizierungsstandards, die sich an Einsatzrealität, fachlicher Sorgfalt und nachhaltiger Belastungsprävention orientieren.

Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Teilnehmenden ein unternehmenseigenes Zertifikat von 100achtzig°. Dieses Zertifikat dokumentiert transparent:

  • die absolvierten Qualifizierungsinhalte
  • den zeitlichen Umfang
  • sowie den fachlichen Rahmen der Einsatznachsorge-Qualifizierung

Das Zertifikat stellt keine externe Verbands- oder Lizenzzertifizierung dar, sondern bestätigt die Teilnahme an einer strukturierten, qualitätsgesicherten und praxisorientierten Qualifizierung im Bereich Einsatznachsorge nach CISM-basierten Grundprinzipien.

Aufbau der Qualifizierung

Die Ausbildung ist modular aufgebaut und ermöglicht eine passgenaue Zusammenstellung je nach Einsatzfeld, Zielgruppe und organisationalem Bedarf.

  • Basics of Peer Support
    (2,5 Tage – 20 UE, optional)
    Grundlagen der psychosozialen Unterstützung, Rollenverständnis, Selbstschutz, Grenzen und Ressourcenarbeit.
  • Assisting Individuals in Crisis
    (2,5 Tage – 20 UE)
    Individuelle Kriseninterventionen, Gesprächsführung, Stabilisierung, Orientierung und Weitervermittlung.
  • Group Support
    (2,5 Tage – 20 UE)
    Gruppenbezogene Maßnahmen wie Demobilization, Defusing, Debriefing und CMB.
  • Refresher nach DGUV
    (1,5 Tage – 12 UE)
    Fallreflexion, Fortbildung, Supervision und kontinuierliche Qualitätssicherung.
  • Passungsprozess (optional)
    Ein institutsinterner, vorgeschalteter und begleitender Passungsprozess, der sich über alle Lernfelder erstreckt.

Im Rahmen unseres CISM-basierten Qualifizierungsprogramms für die Einsatznachsorge durchlaufen angehende Teammitglieder die Module Basics of Peer Support, Assisting Individuals in Crisis, Group Intervention sowie einen regelmäßigen Refresher nach DGUV.

Ergänzend kann ein vorgeschalteter, interner und begleitender Passungsprozess eingesetzt werden, der sich über alle Lernfelder erstreckt. Der Passungsprozess wird von 100achtzig° verantwortet und erfolgt in fachlicher Zusammenarbeit mit der Institut für Personalentwicklung Moldzio & Partner GmbH.

Er dient der sorgfältigen Einschätzung persönlicher Eignung, Haltung und Belastbarkeit in Bezug auf die besonderen Anforderungen der Einsatznachsorge. Durch strukturierte Interviews, Fallreflexionen und praxisnahe Szenarien wird eine hohe fachliche und persönliche Passung sichergestellt – als Grundlage für verantwortungsvolle Einsätze in belastenden Situationen.

  • Betriebliche oder schulische Krisenteams
  • Einsatz- und Rettungskräfte
  • Fach- und Führungskräfte mit Verantwortung für Akut- und Krisenmaßnahmen
  • Organisationen mit besonderen psychosozialen Belastungslagen

Unsere Qualifizierungen sind praxisnah, reflektiert und evidenzorientiert aufgebaut. Zum Einsatz kommen unter anderem:

  • Verhaltens- und Gesprächssimulationen
  • Praxisnahe Übungen und Szenarien
  • Plenums- und Kleingruppenreflexionen
  • Begleitete Übungen mit fachlich qualifizierten Trainern mit ausgewiesener CISM- und notfallpsychologischer Expertise

Alle Inhalte werden verständlich, anwendungsorientiert und mit klarem Blick auf Selbstschutz und Nachhaltigkeit vermittelt.

Führungskompetenz im Umgang mit psychischer Belastung

In Anlehnung an internationale Mental-Health-First-Aid-Ansätze stärken wir Führungskräfte im verantwortungsvollen Umgang mit psychisch belasteten Mitarbeitenden im Arbeitsalltag. Ziel ist nicht die Ausbildung zu Mental-Health-First-Aid, sondern die Befähigung, Belastungssignale wahrzunehmen, angemessen anzusprechen und geeignete Unterstützungswege einzuleiten.

Führungskräfte gewinnen Sicherheit im Handeln – im Rahmen ihrer Rolle, ihrer Verantwortung und zum Schutz ihrer Mitarbeitenden.

Seminarinhalte (1,5 Tage / VAU):

  • Erkennen psychischer Belastungs- und Krisensignale (z. B. Depression, Angst, Sucht, akute Belastungsreaktionen)/li>
  • Gesprächsführung mit Mitarbeitenden: ansprechen, einordnen, weitervermitteln/li>
  • Haltung, Rollenklärung und Selbstschutz von Führungskräften/li>
  • Betriebliche Unterstützungsstrukturen und Schnittstellen erkennen und nutzen

Ziel: Führungskräfte werden befähigt, sensibel, verantwortungsbewusst und handlungssicher mit psychisch belasteten Mitarbeitenden umzugehen, Orientierung zu geben und frühzeitig passende Unterstützungswege einzuleiten.

„Der leere Stuhl“ – Tod und Trauer im Betrieb

Wenn ein Mitarbeitender stirbt, geraten Teams und Führungskräfte aus dem Gleichgewicht. In dieser Situation braucht es Orientierung, Haltung und das richtige Handwerkszeug, um Trauerprozesse im Arbeitskontext würdevoll und hilfreich zu begleiten.

Seminarinhalte (1 Tag, 8 UE):

  • Kommunikation im Ereignisfall
  • Kondolieren – aber richtig: persönliche Worte statt Standardsprüche
  • Umgang mit Angehörigen, persönlichen Gegenständen und Wiederbesetzung
  • Gestaltung von Raum für Anteilnahme
  • Entwicklung individueller Krisenpläne und Checklisten

Methoden: Verhaltenssimulationen, Fallreflexionen, Erarbeitung individueller Text- und Handlungsvorlagen

Ziel: Führungskräfte befähigen, mit Tod und Trauer im Team sicher, empathisch und authentisch umzugehen – sprachlich, menschlich und organisatorisch.

Motivation beginnt im Gespräch
- wie Führungskräfte Veränderungsbereitschaft wecken -

Verständnis statt Widerstand
Führung wirksam gestalten – mit motivierender Gesprächsführung

Mit der Methode der Motivierenden Gesprächsführung nach R. Miller unterstützen Führungskräfte evidenzbasiert die Entwicklung von Veränderungsbereitschaft und das Erleben von Selbstwirksamkeit.

Die Prinzipien der Methode helfen, Veränderungsprozesse wertschätzend und unterstützend zu begleiten – damit der Weg zu neuen Zielen gemeinsam und nachhaltig gelingt.

Schwerpunkte des Trainings:

  • Einführung in die Grundprinzipien der motivierenden Gesprächsführung
  • Kennenlernen aktivierender Kommunikationsleitlinien
  • Konstruktiver Umgang mit Widerständen
  • Anwendung und Training in praxisnahen Fallsimulationen

Methoden: Verhaltenssimulationen, Fallreflexionen aus der Führungspraxis

Ziel: Führungskräfte befähigen, Mitarbeitermotivation in Umstrukturierungs- und Veränderungsprozessen gezielt zu fördern

Sicherheits- und Fehlerkultur

Einführung in Human Factor (HF) und Crew Resource Management (CRM) – Trainingskonzepte nach dem Vorbild der Luftfahrt zur Förderung von Sicherheit, Kooperation und klarer Kommunikation im beruflichen Alltag.

Seminarinhalte (1 Tag, 8 UE):

  • Ursachenanalyse menschlichen Verhaltens (nicht „Versagen“)
  • Stressmanagement & Entscheidungsverhalten
  • Teamverhalten und Kommunikation in kritischen Situationen
  • Fallstudien - Transfer in den Unternehmenskontext

Ziel: Sicherheit erhöhen – Fehler als Ressource begreifen und Vertrauen in Teamentscheidungen stärken.